Warum Waldkindergarten?
Warum unsere Kinder in den Waldkindergarten gehen: ... weil der Wald die Sinne reizt. Der Reichtum des Waldes an Erfahrungsmöglichkeiten kommt dem grundlegenden Bedürfnis des Kindes nach umfassenden, sinnlichen und sinnhaften Erlebnissen entgegen. Das vielfältige Anregen der fünf Sinne (Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken) und damit die Förderung ihrer Entwicklung, schafft ein breites Fundament für die gesamte körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Kindes. ... weil unsere Kinder Freiräume brauchen. Der Wald bietet den Raum für eigenes Tun, sowie für das Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten und Grenzen, wodurch sich das Kind zu einer selbständigen und eigen- verantwortlichen Persönlichkeit entwickeln kann. Die Eigeninitiative, die der freie Raum dem Kind abverlangt, ist die Schlüsselqualifikation für die Zukunft des Kindes. ... weil unsere Kinder die Stille brauchen. Der Wald bietet uns Stille und Gelassenheit. Die Kinder können den hektischen Alltag mit seiner Geräuschkulisse hinter sich lassen. Eine Gruppe Kinder ist zwar auch laut, im Wald bleibt die Atmosphäre aber trotzdem erholsam, es entsteht kein großer Lärmpegel, der uns innerlich anspannt. ... weil die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können. Der Wald bietet unbegrenzte Möglichkeiten sich körperlich zu erproben und kennen zu lernen. Schritt für Schritt lernen unsere Kinder auf unebenem Waldboden zu laufen und Gefahren einzuschätzen. Dabei erfahren und spüren sie sich selbst in einem Wechselspiel zwischen Risiko und Sicherheit. Die eigenen Grenzen können immer wieder aufs neue überprüft werden, „was ich gestern noch nicht konnte, gelingt mir heute schon besser." ... weil er die Gesundheit unserer Kinder fördert. Der Wald ist eine erholsame Umgebung und fördert die körperliche und seelische Gesundheit unserer Kinder. Die tägliche Bewegung an der frischen Luft, bei Wind und Wetter, stärkt das Immunsystem. Infektionskrankheiten werden im Freien mit geringerer Wahrscheinlichkeit übertragen als in geschlossenen Räumen. ... weil der Wald ein riesiges Betätigungsfeld bietet. Die Möglichkeiten des Spiels sind unbegrenzt. Balancieren, klettern, sammeln, matschen,... „Spielsachen" sind in Hülle und Fülle vorhanden. Grenze ist der zu steile Berg, das zu struppige Gebüsch, die eigene Angst und die Rücksicht auf Bedürfnisse der anderen Kinder und der Gruppe. Im Wald durch ein dunkles Dickicht schlüpfen, jeden gefällten Stamm zum Balancieren nützen, extra in eine Pfütze patschen - Kinder werden davon wie von einem Magnet angezogen. Es liegt an uns, den Kindern dafür Zeit zu geben. ... weil das Wetter verschiedene Stimmungen in unseren Kindern erzeugt. Im Wald erleben unsere Kinder hautnah den Lauf der Jahreszeiten und lernen den natürlichen Rhythmus des Waldes kennen. Die Stimmungen im Wald wechseln durch die Launen des Wetters. Bei Sonnenschein jubiliert der Mensch und die Natur, während an einem grauen Regentag, wenn der Wald in Dämmerlicht gehüllt ist, sich mit der Eintönigkeit des Regens, Stille einstellt. Erfahrungen zeigen, dass die Freude am Spiel durch sogenanntes „schlechtes" Wetter ungetrübt bleibt - Kinder stören sich nicht daran. ... weil es kein vorgefertigtes Spielzeug gibt. Die Dinge des Waldes sind ursprünglich und schlicht. Sie stehen unseren Kindern beinahe unbegrenzt als Spiel- und Bastelmaterial zur Verfügung. Sie gehören einem natürlichen Kreislauf an und bieten unschätzbaren Wert, die eigene Phantasie und Kreativität anzuregen, die eigene Geschichte zu spielen. ... weil unsere Kinder von der Natur viel lernen können. Nach einer Zeit der Gewöhnung fühlen sich die Kinder im Wald zu Hause. Auf der Basis von Sicherheit und Neugier begreifen sie Zusammenhänge. Da die Kinder immer in denselben Wald- stücken unterwegs sind, können sie Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten entdecken. So bestimmen sie z.B. Pflanzen, erkennen Tierspuren oder beobachten wie aus einem Froschlaich eine Kaulquappe und später ein Frosch wird. Sie forschen und experimentieren im Natur - und Pflanzenbereich. Durch Gespräche, Geschichten und Bilder wird das Erlebte gefestigt und vertieft. Bildung findet hier im Naturraum statt.
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